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Grundlagen der Sicherheit im Internet

Das Internet ist ein Ort der Neugier, der Entdeckungslust und des Wissens – das kann den Alltag eines Vereins sehr bereichern. Um diese Chancen sicher zu nutzen, sollten Internet-Surfer wissen, was sie tun: Wie im Straßenverkehr gibt es auch in der Online-Welt Regeln für das Miteinander und die Sicherheit. Halten sich alle Nutzerinnen und Nutzer an diese geschriebenen und ungeschriebenen Gesetze, steht einem sicheren und erfolgreichen Internet-Erlebnis nichts im Wege. Keine Angst vor der Technik: Die Geräte sind heute so einfach und selbsterklärend zu bedienen, dass wirklich jeder leicht und schnell den Weg ins Netz findet.

 

Weitere Anleitungen und Tipps erhalten Sie in unseren Webinaren und Selbstlernkursen.
Lieber gucken statt lesen? Die wichtigsten Tipps für Grundlagen der Sicherheit im Internet gibt es hier in unserem Video-Tutorial!

 

Für die grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen im Internet helfen Ihnen folgende Regeln:

 

1. Gehen Sie sparsam mit persönlichen und sensiblen Daten um und lesen Sie die AGB von Dienste- und Plattformanbietern.


Oft ist nicht transparent, welche Daten Anbieter sammeln, wie lang sie diese speichern und wer alles auf die Daten zugreifen kann. Mit den persönlichen Daten sollten Sie daher sparsam umgehen und sie nur angeben, wenn sie unbedingt gefragt sind. Auch das sorgfältige Lesen von Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und Datenschutzbestimmungen gibt Sicherheit.
Ihre Daten sind nicht nur interessant für Werbetreibende im Internet, die Ihnen anhand Ihrer persönlichen Daten und ihrer Nutzungsgewohnheiten passende Werbung ausspielen. Im Gegensatz zu dieser eher „harmlosen“ Variante der Datennutzung, gibt es auch Internet-Betrüger*innen, die mit Ihren Daten vor allem an Ihr Geld wollen. Lassen Sie das nicht zu, indem Sie sehr bedacht mit Ihren Daten umgehen und immer genau überlegen, wem Sie im Netz was von sich preisgeben.


2. Wählen Sie sichere Passwörter, die aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen.


Passwörter schützen vor unerlaubten Zugriffen auf Programme, Anwendungen und Ihre Geräte mit all Ihren Inhalten und Daten. Sichere Passwörter sollten eine Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen sein und mindestens acht Zeichen lang sein. Es sollte keinen Zusammenhang mit der Person haben, die es sich ausgedacht hat oder benutzt – im besten Fall sollte das Passwort keinen erkennbaren Sinn machen.

 

3. Nutzen Sie niemals ein und dasselbe Passwort für alle Anwendungen!


Wer Angst hat, Passwörter zu vergessen, sollte diese niemals unverschlüsselt auf dem Computer speichern oder leicht auffindbar aufschreiben. Mit einfachen Merksätzen lassen sich auch lange Passwörter gut im Kopf behalten. Ebenso helfen kann die „Passwortkarte“: Die Karte können Sie kostenlos bei Deutschland sicher im Netz e. V. bestellen oder herunterladen.

 

4. Erneuern Sie Ihre Passwörter regelmäßig!


Manchmal werden Passwörter gestohlen und Zugänge zu Anwendungen, Programmen oder Geräten missbraucht, ohne dass die rechtmäßigen Nutzer*innen es merken. Daher ist es sicherer, die Passwörter regelmäßig zu erneuern. Eine Passwort-Erneuerung empfiehlt sich alle drei bis sechs Monate.


5. Nutzen Sie ein Anti-Viren-Programm und eine Firewall, um sich vor „Schädlingen“ zu schützen!


Auf dem Gerät, mit dem im Internet gesurft wird, sollten ein aktuelles Anti-Viren-Programm und eine Firewall eingerichtet sein. Beide schützen das Gerät vor Schadsoftware aus dem Internet.
Durch Updates bleiben Anti-Viren-Programme und Firewalls immer auf dem neuesten Stand.

 

6. Laden Sie einen Webbrowser und andere Programme nur von den offiziellen Herstellerseiten oder von den Seiten seriöser journalistischer Fachportale herunter!


Browser sind Computerprogramme zur Darstellung von Webseiten (z. B. Google Chrome, Internet Explorer/Edge, Safari oder Mozilla Firefox). Browser können kostenfrei aus dem Internet heruntergeladen werden. Software, egal, ob Browser, Anti-Viren-Programm, Firewall oder andere Programme, sollten nur von den offiziellen Seiten der Hersteller heruntergeladen werden.

 

7. Prüfen Sie Ihre Cookie-Einstellungen und löschen Sie regelmäßig den Browserverlauf und Cache-Speicher in Ihrem Browser!


Wer schon einmal seine E-Mail-Adresse in ein Feld eingegeben hat, der hat vielleicht bemerkt, dass sie bei der nächsten Eingabe schon vorgeschlagen wird. Dafür sorgen Cookies. Cookies sind kleine Programme, die dafür sorgen, dass sich der Browser bestimmte Daten merkt. Cookies sind zwar bequem, können aber auch eine Menge über das eigene Nutzungsverhalten verraten. Cookies sollten daher in regelmäßigen Abständen gelöscht oder können auch ausgeschaltet werden. Das geht ganz einfach über die (Sicherheits-) Einstellungen des Browsers.

Hier lässt sich auch einrichten, ob die zuletzt aufgerufenen Webseiten sichtbar und nachvollziehbar sein sollen oder nicht. Wer nicht möchte, dass das Programm selber oder andere Nutzer*innen des gleichen Geräts das eigene Surfverhalten nachvollziehen können, sollte den Browserverlauf und den Cache regelmäßig löschen sowie Cookies grundsätzlich ausschalten.

 

8. Prüfen Sie auch in Suchmaschinen die Sicherheitseinstellungen!


Wer nach Inhalten im Internet sucht, startet zumeist mit einer Suchmaschine. Diese sind eine große Hilfe, um sich im Netz zurechtzufinden. Auch Suchmaschinen haben eigene Einstellungen, in denen die Speicherung von eingegebenen Daten und der Verlauf der besuchten Webseiten eingestellt werden kann. Auch Cookies können hier gelöscht werden.

 

9. Achten Sie darauf, dass auch die Sicherheitseinstellungen und -software bei Smartphone und Tablet stets auf dem neuesten Stand sind.


Auch bei mobilen Geräten sollten das Betriebssystem sowie sämtliche Sicherheitsprogramme wie Anti-Viren-Programme und Firewalls immer auf dem neuesten Stand gehalten werden. Sie finden zahlreiche Optionen für Ihre Sicherheit in den Einstellungen.

 

10. Nutzen Sie immer PIN und Sperrcode zur Schutz Ihres Smartphones oder Tablets.


Die PIN stellt sicher, dass nur berechtigte Personen mit dem Gerät surfen und telefonieren können. Um niemandem den Zugriff auf das Gerät zu erlauben, sollte die PIN niemals verraten, gespeichert oder aufgeschrieben werden. Des Weiteren sollte der Gerätesperrcode immer aktiviert sein.

Sie erhalten die PIN-Nummer zwar von Ihrem Netzanbieter, können diese aber ändern. Den Sperrcode richten Sie selbst in Ihrem Gerät ein: Beide Codes sollten leicht zu merken, aber nicht so einfach sein wie „1234“ oder Ihr Geburtsdatum.

 

11. Sensible Daten gehören nicht in öffentliche WLAN. Datenverkehr sollte immer verschlüsselt erfolgen.


Wer unterwegs im Café in einem öffentlichen WLAN surfen will, dem sollte bewusst sein, dass man nicht wissen oder überprüfen kann, wie gut das WLAN gesichert und verschlüsselt ist. Auf sensible Transaktionen wie Online-Banking und Shopping sollte besser verzichtet werden, die Kommunikation in fremden Netzen sollte nur verschlüsselt erfolgen.

 

12. Schalten Sie Bluetooth aus.


Wenn Sie gerade keine Daten von einem anderen Gerät bewusst empfangen oder zu einem anderen senden wollen, schalten Sie Ihr Bluetooth immer aus.

 


Noch mehr Tipps für mobile Sicherheit und Anleitungen, wie Sie Updates durchführen und die Einstellungen in Browsern und Suchmaschinen vornehmen, erklären wir Ihnen ausführlich in unserem Selbstlernkurs und im Webinar „Grundlagen der Sicherheit im Internet“!

 


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