Fragen? dina@digitale-nachbarschaft.de | +49 (0) 30 27576-370 / 380

Sicher kommunizieren mit E-Mail und Messenger für Fortgeschrittene

Auch wer die digitale Kommunikation über E-Mail und Messenger täglich nutzt, sollte professionelle Tipps zu mehr Sicherheit kennen und anwenden. Denn Spam-Mails werden immer raffinierter und sind selbst für sehr erfahrene Onliner*innen nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Es gibt zudem mittlerweile sehr professionelle Betrugsmaschen wie den Botnetz-Betrug. Auch die Betrugsmasche Phishing ist weiterhin populär. Neue Dienste wie „flüchtige Medien“ stellen zudem sogar erfahrene Nutzer immer wieder vor neue Fragen zu Privatsphäre und Datensicherheit.

Zu den wichtigsten Sicherheitsaspekten in der E-Mail- und Messenger-Kommunikation gehört auch die Verschlüsselung. Spätestens seit den Snowden-Enthüllungen machen sich immer mehr Menschen Gedanken, ob sie verschlüsseln sollten – und wie das geht.

Weitere Anleitungen und Tipps erhalten Sie in Webinaren und Selbstlernkursen. 
Lieber gucken statt lesen? Die wichtigsten Tipps für sichere Kommunikation mit E-Mail und Messenger gibt es hier in unserem Video-Tutorial!

Für noch mehr Sicherheit und Verschlüsselung in E-Mail-Diensten und Messengern helfen Ihnen folgende Regeln:

 

1. Prüfen Sie Ihren Rechner regelmäßig auf Botnetze!


Botnetze werden von Online-Kriminellen dazu genutzt, auf fremde Rechner zuzugreifen. Um sich zu schützen, überprüfen Sie Ihren Computer regelmäßig auf Befall. Hierzu können Sie den EU-Cleaner einsetzen.

Achten Sie darauf, dass Ihr Virenschutz und Ihre Firewall stets auf dem aktuellsten Stand sind.

 

2. Überprüfen Sie Webseiten und E-Mails auf Phishing-Versuche!


Phishing ist das „Fischen“ nach persönlichen und sensiblen Daten über gefälschte, aber täuschend echt wirkende Webseiten, E-Mails oder Kurznachrichten. Ziel des Betrugs ist es, sensible Daten wie Kontodaten, PIN oder Passwörter zu stehlen.

Phishing-Versuche erkennen Sie unter anderem an folgenden Merkmalen:

• Unpersönliche Anrede: Ihr Name wird nicht genannt.

• Dringlichkeit: Sie sollen schnell auf etwas reagieren.

• Abfrage vertraulicher Daten: z. B. PINs oder TANs


Gefälschte Webseiten sind unter anderem hieran zu erkennen:

• Fehlendes Kürzel bei Webseiten: „https://“ am Anfang der URL fehlt

• Die URL ist nicht ganz korrekt oder enthält unübliche Zusätze

• Kein Sicherheitszertifikat: Schloss-Symbol in der Statusleiste fehlt


3. Gehen Sie sparsam mit der Angabe Ihrer E-Mail-Adresse um!


Wenn die E-Mail-Adresse für viele Anmeldungen bei Newslettern, Registrierungen oder Bestellungen auf öffentlichen Plattformen oder in sozialen Netzwerken genutzt wird, landen innerhalb kurzer Zeit Spam-Mails in Ihrem Postfach. Das liegt daran, dass sogenannte „Roboter-Software“ ständig Internetseiten nach E-Mail-Adressen durchforstet und diese sammelt. Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse deshalb nur sparsam an.

 

4. Kommunizieren Sie mobil genau so sicher wie zuhause!


Für die Sicherheit bei der mobilen E-Mail-Kommunikation gelten dieselben Regeln wie für die E-Mail-Kommunikation am PC oder Laptop: Geben Sie niemals Ihre Zugangsdaten heraus, senden Sie keine sehr privaten Bilder oder Informationen und ändern Sie regelmäßig Ihre Passwörter. Wenn Sie misstrauisch sind: Klicken Sie keine Links, öffnen Sie keine Anhänge, laden Sie nichts herunter und geben Sie auf keinen Fall Daten in Online-Formulare ein.

 

5. Kommunizieren Sie nur verschlüsselt!


Verschlüsselung hat noch mehr Vorteile als nur das Verbergen der eigenen Kommunikation. Die Nachrichten sind nur für diejenigen lesbar, für die sie bestimmt sind, die Echtheit der Absender*innen wird garantiert und Nachrichten können auf dem Versandweg nicht verändert werden. Neben E-Mails kann auch die Kommunikation bei Messengern verschlüsselt werden.

Wählen Sie einen Messenger mit der besonders sicheren Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Richten Sie auch Ihr E-Mail-Konto mit diesem Verschlüsselungsstandard ein.

Mit verschlüsselter Kommunikation schützen Sie sich und Ihre Kommunikationspartner vor Betrugsversuchen.

 

6. Prüfen Sie Zugriffe und Funktionen Ihrer Messengerdienste!


Prüfen Sie vor der Installation, welche Daten die App auslesen kann und auf welche Funktionen sie zugreifen kann. Einige Messenger beispielsweise synchronisieren die Telefonbücher der Smartphones, auf denen sie genutzt werden. Das ist einerseits praktisch, bedeutet aber auch, dass jeder Kontakt aufnehmen kann, der Ihre Handynummer hat.

Achten Sie darauf, dass der Messenger erlaubt, Personen zu blockieren. Prüfen Sie auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) in Sachen Rechteabtretung!

 

7. Verlassen Sie sich nicht auf die Flüchtigkeit der Inhalte!


Besonders unter Jugendlichen sind „flüchtige Medien“ wie Snapchat beliebt, um Fotos zu versenden, die nicht gespeichert oder weitergeleitet werden sollen. Das ist aber ein Trugschluss: Eine typische Snapchat-Nachricht ist zwar nur für zehn Sekunden verfügbar – diese Zeit reicht für technikaffine Benutzer*innen jedoch, Screenshots zu erstellen und so auf vom Dienst gelöschte Inhalte weiterhin zugreifen zu können.

 

8. Achten Sie auch bei Bildern auf Datenschutz und -sparsamkeit!


Auch in E-Mails, Chats und Snaps gesendete Bilder, Videos und Audio-Dateien enthalten Daten – wie zum Beispiel das Datum der Aufnahme oder den Aufnahmeort, die sogenannten „Metadaten“. Auch ein Bild selbst ist eine Information: Was und wen zeigt es wo und wie?

Somit sollten nicht nur persönliche Daten wie Name, Geburtsort oder Adresse geschützt und sparsam angegeben werden, sondern auch die Inhalte. Grundsätzlich gilt: Überall, wo Menschen Informationen über sich preisgeben, wecken sie das Interesse von Betrüger*innen. Flüchtige Medien sind dabei keine Ausnahme.

 

 

Mehr Kennnzeichen für Phishing-Mails, sichere Messenger und wie Sie Ihre E-Mail vor automatischem Auslesen schützen können erfahren Sie in unserem Selbstlernkurs und im Webinar „Sicher kommunizieren mit E-Mail und Messenger 2“!


Zurück zur Übersicht