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Mein WLAN ist Dein WLAN: Regelungen zur Störerhaftung

Wer ein WLAN oder einen anderen Internetzugang über den Computer oder das mobile Gerät (Smartphone, Tablet oder Laptop) mit anderen teilt, muss dafür Sorge tragen, dass andere keine Rechtsverletzung begehen. Denn als Anschlussinhaberin oder -inhaber unterliegt man der sogenannten „Störerhaftung“.

Das bedeutet, dass man dafür haftet, wenn ein „Störer“ mit dem Anschluss beispielsweise einen Film illegal downloaded und damit gegen das Urheberrechtsgesetz verstößt.

Um sich von der Störerhaftung zu befreien, muss man das WLAN mit einem sicheren Passwort schützen und andere Nutzerinnen und Nutzer zum verantwortungsbewussten Umgang mit rechtlich geschützten Inhalten auffordern. Bei der Gewährung einer Fremdnutzung sollte der Anschlussinhaber zusätzlich eine schriftliche Erklärung über die rechtmäßige Nutzung (keine illegalen Downloads, etc.) einholen.

Außerdem sollte in jedem Fall in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Telekommunikationsanbieters nachgelesen werden, ob das Teilen des Netzes überhaupt erlaubt ist. Ein WLAN, das für eine unbestimmte Anzahl an Personen nutzbar ist, gilt als öffentlich. Wenn der Verein oder ein Vermieter von dem Netzzugang profitiert und direkt oder indirekt durch das WLAN Geld einnimmt, ist das Netz sogar gewerblich und muss bei der Bundesnetzagentur angemeldet werden.