Fragen? dina@digitale-nachbarschaft.de | +49 (0) 30 27576-370 / 380

Sicherheit

Workshopreihe der DiNa macht Halt in Ostfriesland

Vergangene Woche machte die DiNa-Workshopreihe für mehr Sicherheit im Internet Halt in Ostfriesland. Der ansässige Landfrauenverband empfing die Digitale Nachbarschaft in Norden.

Im Mittelpunkt des dreistündigen Workshops standen die Themen "Grundlagen der Sicherheit im Internet", "Rechtssicherheit im Internet" und "Sicher kommunizieren mit E-Mail und Messenger". Auf besonderes Interesse bei den Teilnehmern stieß zudem das Thema rund um Datenschutz und -verwaltung anlässlich der küzlich in Kraft getretenen Regelungen zur DSGVO. 

Bereits seit Mai 2017 schult die Digitale Nachbarschaft im Rahmen einer bundesweiten Workshoptour haupt- und ehrenamtlich Engagierte in Vereinen vor Ort. In zwei- bis vierstündigen Workshops werden den Teilnehmenden aktuelle Themen wie beispielsweise die sichere Passworterstellung, Datensparsamkeit, der richtigen Umgang mit Recht und Gesetz im Netz sowie sichere Bezahlverfahren vermittelt. Eine pädagogische Lerneinheit, die dazu befähigt, das Erlernte weiterzugeben, rundet den Workshop ab. Am Ende des Workshops können sich die Teilnehmenden direkt vor Ort zum Trainer für Internet-Sicherheit (DiNa Scout) zertifizieren lassen und erhalten kostenfreie Lehr- und Lernmaterialien an die Hand.

Wenn auch Sie und Ihr Verein Teil der Workshopreihe der Digitalen Nachbarschaft werden möchten, nehmen Sie Kontakt zu uns auf: dina(at)digitale-nachbarschaft.de 

(c) DsiN

SiBa-Sicherheitstipp für Vereine: Schatzmeister erhalten häufig gefälschte E-Mails

Kriminelle versenden derzeit gezielt an Schatzmeister und Kassenwarte von Vereinen gefälschte E-Mails im Namen des Vereinsvorstands. In den E-Mails wird der jeweilige Empfänger gebeten, eine Überweisung ins Ausland zu tätigen - das Geld landet dann bei den Betrügern.

Durch eine namentliche Ansprache sowie einen auf den ersten Blick korrekten Absender sind die Nachrichten nicht auf den ersten Blick als Fälschung erkennbar: Die Namen und E-Mail-Adressen recherchieren die Betrüger vorab im Internet oder im Vereinsregister. Auffällig ist jedoch, dass sich die Antwort-Adresse von der Absender-Adresse unterscheidet – viele E-Mail-Anwendungen markieren diese Nachrichten deshalb automatisch als Spam.

Dennoch rät SiBa zur Sensibilisierung: Sogenanntes „Social Engineering“, bei dem Empfänger dank Vorabrecherchen der Betrüger namentlich und im passenden Kontext angesprochen werden, sind eine beliebte Masche. Prüfen Sie bei ungewöhnlichen E-Mails deshalb immer sorgfältig, ob es mit rechten Dingen zugeht. Prüfen Sie beispielsweise bei unerwarteten Überweisungsaufträgen immer über einen anderen Kanal, ob der Auftrag tatsächlich echt ist.
 

Welt-Passwort-Tag: Nur jeder Zweite achtet auf Passwörter

Verbraucher verzichten in der Praxis häufig auf starke Passwörter. Laut DsiN-Sicherheitsindex 2017 sehen 22 Prozent von sicheren Zugangsdaten ab, sogar nur knapp jeder Zweite ändert seine Passwörter regelmäßig.

Das müsste nicht sein. Denn mittlerweile ist nahezu jedem Verbraucher (99,3 Prozent) bekannt, dass starke Passwörter Voraussetzung für die eigene IT-Sicherheit sind. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es noch 96,8 Prozent. Auch Passwortmanager zur einfacheren Verwaltung vieler Passwörter sind bekannt.

Zum heutigen Welt-Passwort-Tag motiviert DsiN daher jeden Internetnutzer, seine Passwort-Praxis zu überdenken. Einfache Tipps und Tricks können helfen, einen passenden Weg für den eigenen Alltag zu finden. Zusätzliche Sicherheit bietet die 2-Faktor-Authentifizierung, zu der neben einem Passwort auch ein Code erforderlich ist, der auf ein Handy gesendet wird.

DsiN lädt zum Welt-Passwort-Tag zur Teilnahme an Verbraucherangeboten ein:

Bildnachweis: Fotolia

Digitale Nachbarschaft und Stifter-Helfen starten Webinar-Schulung

Das Internet bietet für Vereine und ehrenamtliche Organisationen konkrete Chancen. Ob Mitgliederdaten verwaltet, Spendengelder gewonnen oder der eigene Webauftritt gestaltet werden soll: Einzelne Schritte wollen gut geplant und rechtssicher umgesetzt werden.

Unter dem Titel „Ihr Verein sicher im Netz“ setzt das DsiN-Projekt Digitale Nachbarschaft gemeinsam mit dem Haus des Stiftens seine bereits im Juli 2017 begonnene gute Zusammenarbeit fort und bietet drei weitere Onlineschulungen für Menschen in Vereinen und ehrenamtlichen Initiativen an.

Themen sind u.a. die Speicherung, Sicherung und Anonymisierung von Daten, die im Verein erhoben werden, der Schutz von Zugängen und Benutzerkonten durch sichere Passwörter und durchdachte Zugangsrechte sowie die Datensparsamkeit in der internen Kommunikation und Zusammenarbeit. Zudem werden digitale Möglichkeiten der Spenden- und Beitragsverwaltung vorgestellt.

Das erste Webinar findet am Donnerstag von 11 bis 12 Uhr statt und ist Teil einer Ausbildung zum DiNa-Scout.

Weitere Termine sind der 17. und 19. April zur gleichen Zeit.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Zur Anmeldung Teil 1

Zur Anmeldung Teil 2

Zur Anmeldung Teil 3

Zur Veranstaltungswebsite

Bildnachweis: Fotolia

Schutz vor digitaler Überwachung: Expertenrunde mit DsiN zum Nachhören

Lauschen Sprachassistent und Fernseher im Wohnzimmer mit? Werde ich beim Surfen überwacht und mit welchen Suchmaschinen bleibe ich anonym? Wie kann ich mich vor unerwünschter Werbung schützen und wer sieht meine Fotos in sozialen Netzwerken und Messengern?

Diese und viele weitere Hörerfragen beantwortete DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger am vergangenen Samstag live in der rbb RadioBERLIN 88.8 Expertenrunde.

Auf besonderes Interesse bei den Zuhörern stießen weiterhin Themen zu sicheren WLAN-Verbindungen, Datensicherheit auf mobilen Geräten und Spam- und Phishing-Versuchen im Netz.

Wer die Sendung verpasst hat, kann diese in der Mediathek von RadioBERLIN 88.8 nachhören.

Bildnachweis: Fotolia

DsiN und Microsoft stellen neuen IT-Fitness-Test vor

Zum Safer Internet Day stellen Microsoft und DsiN den bewährten IT-Fitness-Test vor, der vollständig überarbeitet wurde und nun auch Fragen zu Assistenzsystemen, Bots und Big Data umfasst.

„Das Verständnis dieser Zukunftstechnologien ist wesentlich für eine kompetente Teilhabe in der Gesellschaft und im Arbeitsleben. Mit der Neuauflage des IT-Fitness-Tests bieten wir Anwendern die Möglichkeit die heutzutage notwendigen digitalen Kompetenzen zu erwerben“, sagt Astrid Aupperle, Leiterin Gesellschaftliches Engagement bei Microsoft Deutschland.

Am Rande der gemeinsamen Konferenz des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz und des Bitkom zum Aktionstag wird der neue IT-Fitness-Test erstmals gezeigt. Besucher können so in weniger als zehn Minuten testen, wie es um ihr digitales Sicherheitswissen steht und welcher Nutzertyp sie sind.

Auch auf der Website der Digitalen Nachbarschaft ist der neuaufgelegte IT-Fitness-Test zu finden: https://www.digitale-nachbarschaft.de/node/14 

Bildnachweis: DsiN / Microsoft

Angebote zum Mitmachen in 2018

In den vergangenen Jahren hat die Digitale Nachbarschaft mithilfe verschiedener Bildungsformate viele hundert Vereine und ehrenamtliche Organisationen erreicht. Im neuen Jahr werden die bestehenden Angebote weitergeführt: Sie reichen von rechtssicheren Webpräsenzen, datensicherer Mitgliederverwaltung bis zum Passwortschutz und verschlüsselter Kommunikation im Verein.

Die Initiative mit Unterstützung des Bundesministeriums des Innern setzt auf die Schulung von ehrenamtlich engagierten Bürgern, sogenannten „Scouts“ der Digitalen Nachbarschaft. Sie werden darin befähigt, ihr Wissen an Vereinsmitglieder sowie Freunde und Bekannte weiterzugeben.

Über Webinaren, Selbstlernkursen oder Workshops vor Ort erlernen Teilnehmer*innen Praxistipps zum souveränen Umgang mit Sozialen Medien, sichere Bezahlmethoden im Internet oder datensichere Kommunikation und Zusammenarbeit vereinsintern. Sie finden somit Anwendung im Vereinsalltag. Scout-Kurse können auf Einsteiger*innen- oder Fortgeschrittenen-Niveau absolviert werden.

Die Anmeldung zu Webinaren und die Teilnahme an Selbstlernkursen sind jederzeit möglich. Vereine können sich zudem dafür bewerben, dass die Digitale Nachbarschaft vor Ort einen Workshop zur Internetsicherheit durchführt. 

Bildnachweis: Fotolia

Menge an Passwörtern überfordert Verbraucher

Mehr als ein Drittel aller User fühlt sich von der Fülle an Kennwörtern überfordert. 

Viele Nutzer bevorzugen deshalb einfache, leicht zu merkende Passwörter - dies birgt aber ein hohes Sicherheitsrisiko!

 

Computer, Smartphones, Geldautomaten und jede Menge Online-Dienste: Für zahlreiche Geräte und Services im Internet müssen sich Nutzer Kennwörter und Zugangsnummern merken. Das macht vielen Menschen zu schaffen, wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zeigt. Demnach fühlt sich gut ein Drittel (36 Prozent) aller Bundesbürger mit der großen Menge an Passwörtern überfordert. „Für die Organisation vieler sicherer Passwörter kommen zwei Lösungen in Frage: Entweder eine Software oder die gute alte Eselsbrücke“, sagt Bitkom-Sicherheitsexperte Marc Fliehe. Kein Ausweg sei das Ausweichen auf simple Passwörter, die für kriminelle Hacker leicht herauszufinden sind. „Je länger und komplexer ein Kennwort ist, desto sicherer ist es“, betont Fliehe. Viele der Befragten sehen die Lösung in technischen Alternativen zum Passwort. Fast ein Drittel (31 Prozent) stimmt der Aussage zu, dass  Passwörter „durch andere, besser handhabbare Sicherheitsmaßnahmen ersetzt werden sollten“. Dazu gehören zum Beispiel biometrische Merkmale wie der Fingerabdruck, der inzwischen bei einer Reihe von Smartphone- und Notebook-Modellen für das Entsperren der Geräte verwendet wird.

 

Tipps für einen souveränen Umgang mit Passwörtern:

 

  • das Kennwort sollte mindestens acht Zeichen lang sein
  • es sollte aus einer Kombination von Klein- und Großbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen bestehen
  • ganze Wörter sind leichter zu knacken und schlecht als Sicherheitscode geeignet
  • nutzen Sie Eselsbrücken: setzten Sie Ihr Passwort aus den Anfangsbuchstaben ganzer Sätze zusammen: "Mein Verein gewann das entscheidende Spiel mit 3 zu 2!" Daraus wird ein sicheres und gut zu merkendes Passwort: "MVgdeSm3z2!"
  • nutzen Sie Passwort-Manager als Alternative: Passwort-Manager erstellen auf dem Computer auf Wunsch zufallsgenerierte Kennwörter und speichern sie in einer verschlüsselten Datenbank ab, die mit einem Master-Passwort gesichert wird. Umso wichtiger: die Sicherheit des Master-Passwortes.
  • nutzen Sie die DsiN-Passwortkarte: Sie besteht aus einem Koordinatensystem, dessen Achsen von links nach rechts mit den Buchstaben A-Z und von oben nach unten mit den Zahlen 1-12 versehen sind. Das Zeichenfeld beinhaltet alle Zeichen, die zur Passwortbildung erlaubt sind.
  • spätestens nach 90Tagen sollte das Passwort gewechselt werden

 

So surfen Sie sicher und souverän im Netz!

 

Weitere Informationen

Die vollständige Pressemitteilung von bitkom finden Sie hier: https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Stress-mit-der-Passwort-...

Tipps & Tricks zur Passwortsicherheit finden Sie in der "Digitalen Nachbarschaft": Webinar: Einführung - Grundlagen des sicheren Surfens. Jetzt annmelden!

Zur DsiN-Passwortkarte geht's hier: https://www.sicher-im-netz.de/dsin-muster-passwortkarte 

 

 

Kann Sicherheit einfach sein?

Verschlüsselung für alle. Egal, ob es darum geht, E-Mails zu verschlüsseln oder das Einloggen sicherer zu machen:
Was sicher ist, muss auch kompliziert sein. So lautet das Klischee. Doch von dieser Vorstellung sollten wir uns schnellstmöglich verabschieden.

Wenn es um Einfachheit im Bereich Computernutzung geht, sollte die Messlatte sein: Es muss einfach funktionieren und der Nutzersollte  möglichst wenig selbst eingreifen müssen. Das gilt gerade dann, wenn es um sichere Lösungen und Verschlüsselungen geht, die viele Menschen nutzen sollen. Denn mit jedem Schritt, der zusätzlich anfällt, wenn etwa  E-Mail verschlüsselt werden sollen, werden mehr Nutzer aussteigen. Wenn vieles einzustellen und zu konfigurieren ist, machen das nur die Profis. Gerade im Bereich Verschlüsselung und Sicherheit muss es aber das Ziel sein, auch die breite Bevölkerung zu erreichen.

Wir müssen aus Sicht des Nutzers denken

Das hat vor allem mit der großen Verbreitung von Smartphones und Tablets zu tun: Diese Geräte sind von Anfang an konsequent vom Nutzer und seinen Nutzungsszenarien aus gedacht. Sie „verkapseln“ die hinter ihren Funktionen liegende Technik sehr stark, zeigen dem User nicht, was im Hintergrund abläuft. Dadurch werden die Geräte viel leichter bedienbar. Weil der Nutzer viel weniger zur Interaktion gezwungen ist. Denn die Hintergründe einer Funktion sind für Entwickler und Wissenschaftler bedeutsam, für den Nutzer aber nicht.

Die einzelnen Bausteine zum Beispiel für die Verschlüsselung sind zum größten Teil vorhanden, die kryptografische Technik ist bereits da. Und wir beherrschen sie. Aber wie werden diese Bausteine so zusammengebracht, dass sie für einen durchschnittlichen Nutzer einfach zu bedienen und dennoch wirklich sicher sind? Auch hier ist es wieder sinnvoll, sich die Welt der Smartphones genauer anzuschauen: Die mobilen Geräte und ihre Betriebssysteme sind immer Teil einer ganzen Produkt- und Dienstleistungswelt. Sowohl bei Apple als auch bei Google entwickeln Smartphones und Tablets ihre eigentliche Stärke und einfache Benutzbarkeit aus der Tatsache, dass sie Teil eines gut funktionierenden Ökosystems sind, dass diese Firmen in solchen Systemen denken und ihre Nutzer hierdurch binden. Das Beispiel des Bezahlsystems Apple Pay belegt dies eindrücklich.

Nur einfache Lösungen werden sich allgemein verbreiten

Ein Beispiel dafür ist die Initiative der von Google initiierten FIDO Alliance. Deren Ziel ist: Standard-Verschlüsselungstechnologie verwenden, um sichere Lösungen einfacher nutzbar zu machen. Konkret verwenden Nutzer dann zum Beispiel einen USB-Stick beim Einloggen als Zusatzsicherheit, ohne dass dafür spezielle Programme oder Plug-ins benötigt werden. Die Technologie ist im Browser schon enthalten, der  Nutzer muss nichts zusätzlich installieren oder aufwändig konfigurieren. Mit so einer Technologie könnte man theoretisch für alle Accounts dasselbe Passwort nutzen – der USB-Stick muss ja immer eingesteckt sein. Trotzdem ist die Lösung sehr sicher. Nur wenn es derart einfach ist, haben wir eine Lösung, die auch wirklich „skaliert“, nur dann werden viele Menschen sie nutzen.

Die Nutzer sind es gewohnt, einfach etwas aus dem App Store laden zu können, was dann sofort funktioniert. Wir müssen mehr über Usability nachdenken, darüber, auf was der Nutzer achtet und wie er Dinge versteht. Wir müssen uns in den Anwender hineinversetzen.

Für den Techniker oder Entwickler sind oft ganz andere Dinge entscheidend als für die Person, die das System nutzen will. Denn es kann nicht das Ziel sein, dass jeder zum Kryptologen und Sicherheitsexperten werden muss, nur um seine E-Mails zu verschlüsseln oder Verträge sicher und rechtsverbindlich mit einer digitalen Unterschrift zu versehen.

Natürlich darf man nicht den Fehler machen, den Wunsch nach Sicherheit und Verschlüsselung mit einem intransparenten System, einer Art Black Box, zu beantworten. Wenn jemand behauptet, dass sein Dienst komplett sicher ist, muss das auch jederzeit nachprüfbar sein. Bei FIDO etwa liegt das System völlig offen, jeder kann es sich ansehen, jeder kann es implementieren.

Ich begreife es als eine Art Mission, diese neue technische Welt mitzugestalten. Wir wollen das Thema „Sichere Identität“ in die digitale Welt bringen. Und der Kern dazu liegt in der Einfachheit: Die Technologie muss man beherrschen und verstehen. Das tun wir. Jetzt müssen wir es schaffen, sie für alle nutzbar zu machen.

 

Bild: https://pixabay.com/de/bin%C3%A4r-code-null-schloss-eins-1188505/ von geralt

Lizenz: Public Domain https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de

Crypto Wars: Kein Hintertüren-Verbot zu erwarten

 

Politik hat die schwierige Aufgabe gesellschaftliche Zielkonflikte aufzulösen und nicht immer kann das gelingen. Mitunter ist es unmöglich.

IT-Sicherheit und Datenschutz sind wichtig, weil eine demokratische Gesellschaft und Marktwirtschaft ohne Geheimnis gar nicht funktionieren kann. Andererseits: wenn es um „nationale Sicherheitsinteressen“ geht, wird die „freiwillige Hintertür-Kooperation“ offenbar zum Mittel der Wahl. Zwangsmaßnahmen wären ungut im internationalen Wettbewerb, weshalb Technologie-Konzerne zur „freiwilligen Kooperation“ motiviert werden sollen.

 

Für Bürger, Unternehmen und Verwaltung  ergibt sich ein widersprüchliches Bild: Bitte verschlüsselt, aber bitte nicht so gut, dass die Sicherheitsbehörden in ihrer Arbeit behindert werden. Diese Schizophrenie bewirkt aus Sicht des Individuums bzw. Wirtschaftssubjektes einen Vertrauensverlust in alle Richtungen: Kriminelle wollen meine Daten, um mein Bankkonto zu plündern, der Wettbewerber will meine Daten, um gegen mich seine Marktposition zu verbessern und die Sicherheitsbehörden wollen meine Daten, um den Terrorismus zu bekämpfen.

Als jemand, der um seine digitale Souveränität kämpft, kann ich aber ein abgestuftes Sicherheitsempfinden weder herstellen noch in konkrete IT-Lösungen umsetzen und ich wage zu bezweifeln, ob Klein- und Mittelunternehmen oder Kommunen dazu in der Lage sind. Insofern kann es nur eine Reaktion geben: Ich schütze mich so gut bzw. kryptografisch hochwertig wie nur möglich.

 

Zwei  Themen ragen dabei heraus: Die sichere Cloud und die sichere eMail-Kommunikation. In Sachen Vertraulichkeit kann schon heute ein umfassender Schutz gelingen, wenn bei der Anbieter- und Lösungsauswahl jene Sorgfalt gelebt würde, mit der wir einen neuen Anzug oder ein neues Kleid auswählen.

Hinderlich ist unser Mentalitätsproblem: Am besten gefällt uns, wenn alles kostenlos ist und dann ist es uns auch egal, welche Sicherheit geboten bzw. nicht angeboten ist. Entscheiden wir uns dagegen zum Geld ausgeben, suchen wir nach Lösungen, die alle Eventualitäten abdecken und die kann es in offenen Netzen nicht geben. Das Ergebnis ist eine kultivierte Sicherheitsignoranz, die sich weder der einzelne noch die Gesellschaft leisten kann.  Auflösen lässt sich dieses Dilemma nur durch Bewegung von beiden Seiten: Die Anbieter müssen security by design anbieten, um die Anwenderseite zu entlasten und parallel müssen wir alle Bildungskanäle für das Herausbilden von  Kompetenzen in Sachen IT-Sicherheit ertüchtigen. Dann findet zusammen, was zusammen gehört: Kompetenz und Lösung, - natürlich ohne Hintertüren.

 

 

Workshopreihe der DiNa macht Halt in Ostfriesland

Vergangene Woche machte die DiNa-Workshopreihe für mehr Sicherheit im Internet Halt in Ostfriesland. Der ansässige Landfrauenverband empfing die Digitale Nachbarschaft in Norden.

Im Mittelpunkt des dreistündigen Workshops standen die Themen "Grundlagen der Sicherheit im Internet", "Rechtssicherheit im Internet" und "Sicher kommunizieren mit E-Mail und Messenger". Auf besonderes Interesse bei den Teilnehmern stieß zudem das Thema rund um Datenschutz und -verwaltung anlässlich der küzlich in Kraft getretenen Regelungen zur DSGVO. 

SiBa-Sicherheitstipp für Vereine: Schatzmeister erhalten häufig gefälschte E-Mails

Kriminelle versenden derzeit gezielt an Schatzmeister und Kassenwarte von Vereinen gefälschte E-Mails im Namen des Vereinsvorstands. In den E-Mails wird der jeweilige Empfänger gebeten, eine Überweisung ins Ausland zu tätigen - das Geld landet dann bei den Betrügern.

Welt-Passwort-Tag: Nur jeder Zweite achtet auf Passwörter

Verbraucher verzichten in der Praxis häufig auf starke Passwörter. Laut DsiN-Sicherheitsindex 2017 sehen 22 Prozent von sicheren Zugangsdaten ab, sogar nur knapp jeder Zweite ändert seine Passwörter regelmäßig.

Digitale Nachbarschaft und Stifter-Helfen starten Webinar-Schulung

Das Internet bietet für Vereine und ehrenamtliche Organisationen konkrete Chancen. Ob Mitgliederdaten verwaltet, Spendengelder gewonnen oder der eigene Webauftritt gestaltet werden soll: Einzelne Schritte wollen gut geplant und rechtssicher umgesetzt werden.

Schutz vor digitaler Überwachung: Expertenrunde mit DsiN zum Nachhören

Lauschen Sprachassistent und Fernseher im Wohnzimmer mit? Werde ich beim Surfen überwacht und mit welchen Suchmaschinen bleibe ich anonym? Wie kann ich mich vor unerwünschter Werbung schützen und wer sieht meine Fotos in sozialen Netzwerken und Messengern?

Diese und viele weitere Hörerfragen beantwortete DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger am vergangenen Samstag live in der rbb RadioBERLIN 88.8 Expertenrunde.

DsiN und Microsoft stellen neuen IT-Fitness-Test vor

Zum Safer Internet Day stellen Microsoft und DsiN den bewährten IT-Fitness-Test vor, der vollständig überarbeitet wurde und nun auch Fragen zu Assistenzsystemen, Bots und Big Data umfasst.

Angebote zum Mitmachen in 2018

In den vergangenen Jahren hat die Digitale Nachbarschaft mithilfe verschiedener Bildungsformate viele hundert Vereine und ehrenamtliche Organisationen erreicht. Im neuen Jahr werden die bestehenden Angebote weitergeführt: Sie reichen von rechtssicheren Webpräsenzen, datensicherer Mitgliederverwaltung bis zum Passwortschutz und verschlüsselter Kommunikation im Verein.

Menge an Passwörtern überfordert Verbraucher

Mehr als ein Drittel aller User fühlt sich von der Fülle an Kennwörtern überfordert. 

Viele Nutzer bevorzugen deshalb einfache, leicht zu merkende Passwörter - dies birgt aber ein hohes Sicherheitsrisiko!

 

Kategorie: 

Kann Sicherheit einfach sein?

Verschlüsselung für alle. Egal, ob es darum geht, E-Mails zu verschlüsseln oder das Einloggen sicherer zu machen:
Was sicher ist, muss auch kompliziert sein. So lautet das Klischee. Doch von dieser Vorstellung sollten wir uns schnellstmöglich verabschieden.

Crypto Wars: Kein Hintertüren-Verbot zu erwarten

 

Politik hat die schwierige Aufgabe gesellschaftliche Zielkonflikte aufzulösen und nicht immer kann das gelingen. Mitunter ist es unmöglich.

Kategorie: